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    # Unternehmen

    27.07.2018

    WIPAG - Neues Mitglied der ALBIS Gruppe

    Im Januar 2018 hat die ALBIS PLASTIC die Firma WIPAG, einen innovativen Recycling-Spezialisten, übernommen. Durch die Übernahme bietet ALBIS jetzt neue Recycling-Lösungen an, u.a. mit recycelten Kohlenstofffasern gefüllte technische Compounds für bezahlbare Leichtbaulösungen in der Automobilindustrie.

    Das Potenzial lässt sich anschaulich an einem Tankdeckel für den Audi A7 erklären:

    Bei der Überarbeitung bzw. beim Re-design des Modells wurde ein Polyamid 6 mit 50 Prozent Glasfaseranteil durch ein mit 30 Prozent recycelter Kohlefaser verstärktes Polypropylen ersetzt. Die daraus entstehende signifikante Gewichtsersparnis resultiert aus dem Dichteunterschied zwischen dem Glasfaser-Compound mit 1,58 g pro cm3 und der Kohlefaser-Gegentype mit 1,05 g pro cm3 und liegt bei >30 Prozent. „Gleichzeitig ergibt sich über die Volumenpreiskalkulation des Compounds eine Reduktion der Materialkosten für das Bauteil um etwa fünf bis zehn Prozent. Scheinbare Mehrkosten für das Kohlefaser-Compound in Euro/kg egalisieren sich bei der Literpreisbetrachtung in Euro/l“, erklärt Thomas Marquardt, Geschäftsführer WIPAG, „der Endkunde kauft schließlich das Volumen und nicht das Gewicht eines Bauteils.“

    WIPAG versteht sich nicht nur auf das Recycling von Kohlestofffasern. In Gardelegen recycelt das Unternehmen in großem Maßstab Stoßfänger aus PP, aber auch Instrumententafeln, Radlaufschalen und andere großvolumige Kunststoffbauteile. „Unser spezielles Know-how besteht in der Aufarbeitung, d.h. Entlackung, Materialtrennung und Regranulierung, wodurch wir ein sehr sauberes Rezyklat gewinnen, das in den gleichen Anwendungen („Closed Loop“) wieder eingesetzt werden kann“, erklärt Wipag-Anwendungstechniker Tobias Klopfleisch.

    Bernd Sparenberg, Vice President Technical Compounds bei ALBIS PLASTIC und WIPAG-Geschäftsführer, erwartet für Technologien, die die Kreislaufwirtschaft unterstützen, in Zukunft interessante Wachstumsperspektiven: „Noch gibt es keine harten, legislativen Regularien in der Verwertung von Altautos. Aber die aktuellen Diskussionen und Initiativen auf europäischer Ebene zeigen, wo die Reise hin geht und dass anspruchsvolle und wirtschaftlich tragfähige Recyclingtechnologien eine Zukunft haben.“

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    Lennart Meyer

    Media Spokesperson

    lennart.meyer@ottokrahn.group